Ohne CCS wird es vermutlich schwierig, die Erderwärmung auf zwei Grad gegenüber vorindustriellem Niveau zu begrenzen. Der Beweis, dass CCS in großem Maßstab und ohne nennenswerte Risiken anwendbar ist, steht aber noch aus. Die Forschung sollte hier dringend ambitionierter werden.
Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)
Dabei dürfen wir nicht aus den Augen verlieren, worum es bei der unterirdischen Speicherung von CO2 zuvorderst geht: Ziel muss es sein, die Erhöhung der Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. Und dabei ist jede Tonne CO2, die nicht in die Atmosphäre gelangt, eine gute Tonne.
Regine Günther, World Wide Fund For Nature (WWF)
CCS wird äußerst wichtig sein und es ist unbedingt notwendig, dass die Industrieländer sehr stark in die Schaffung technologischer Lösungen für CO2-Abscheidung und -Speicherung investieren.
Dr. Rajendra Pachauri, Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC)
CO2-Emissionen entstehen nicht nur im Energiesystem, sondern auch aus einer Reihe von Industrieprozessen. Für viele dieser Industrieprozesse ist CCS bisher die einzige belastbare Option zur massiven Emissionsreduktion.
Dr. Felix Matthes, Öko-Institut
Nur wenn wir ambitionierten Klimaschutz betreiben wollen, ist CCS eine sinnvolle Option. Das gilt aber auch umgekehrt: Ohne CCS könnte sich ambitionierte Klimaschutzpolitik als politisch unmöglich herausstellen"
Prof. Dr. Ottmar Edenhofer, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)
Technologische Lösungen wie die Carbon Capture and Storage-Technologie zur Abscheidung und geologischen Speicherung von CO2 sowie der Ausbau erneuerbarer Energien und die Steigerung der Energieeffizienz werden von entscheidender Bedeutung für die Begrenzung der Folgen des Klimawandels sein.
Prof. Lord Nicholas Stern, London School of Economics (LSE)
„In der Industrie hingegen spielt CCS eine größere Rolle. Um die vielen Prozessemissionen beispielsweise bei der Eisen- und Stahlherstellung, die sehr energie und CO2-intensiv ist, zu reduzieren, wird es auch in Deutschland CCS brauchen.“
Regine Günther, World Wide Fund For Nature (WWF)
„Im Rahmen ambitionierter Klimapolitiken wird es notwendig werden, die CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre durch die Schaffung zusätzlicher Netto-Senken für CO2 abzubauen. Eine Möglichkeit bildet dabei die Biomassenutzung (Stromerzeugung, Biokraftstoffherstellung) in Kombination mit CCS.“
Dr. Felix Matthes, Öko-Institut
Lesen Sie hier die Pressemitteilung des IZ Klima zur Erklärung der Aufgabe des CCS-Demonstrationskraftwerks durch die Vattenfall Europe AG "Fatale Niederlage für den Klimaschutz - Rückschlag für CCS - Forschung muss weitergehen".
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Akzeptanzforschung zu CCS in Deutschland
Termin: 25. Januar 2012
Ort: Wuppertal, Deutschland
Carbon Management Technology Conference
7. bis 9. Februar 2012
Orlando, USA
Carbon Capture and Storage: demonstration programmes and the 2050 roadmap
7. Februar 2012
London, Großbritannien
Carbon Capture and Storage Club
Termin: 15. Februar 2012
Ort: Edinburgh, Großbritannien
3rd Annual Brussels Carbon Capture and Storage Summit
21. Februar 2012
Brüssel, Belgien
Platts 6th Annual European Carbon Capture and Storage Conference
27. bis 28. Februar 2012
London, Großbritannien
CGS Europe Spring School on CO2 geological storage
12. bis 18. März 2012
Leszcze, Poland
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Carbon Capture and Storage (CCS), direkt übersetzt „Kohlenstoff einfangen und speichern“, bezeichnet eine Technologie für den weltweiten Klimaschutz. Sie wird benötigt, um einen relevanten Anteil des Treibhausgases CO2 nicht länger in die Atmosphäre gelangen zu lassen, wo es in wachsender Konzentration zur gefährlichen Erderwärmung führt. Mehr...
Die Abscheidung ist der erste Schritt der CCS-Technologie. Das bei jedem Verbrennungsvorgang freigesetzte CO2 wird isoliert und eingefangen. Für den Einsatz in Kraftwerken und Industrieanlagen wird an drei Abscheidungsmethoden gearbeitet: Das Auffangen von CO2 vor, während oder nach der Verbrennung. Ist das Kohlendioxid eingefangen, wird es in einen transportfähigen quasi-flüssigen Zustand verdichtet. Mehr...
In den wenigsten Fällen liegen Kraftwerke und Speicherstätten nah beieinander. Das CO2 muss daher sicher, schnell und kontinuierlich transportiert werden können. Aufgrund der großen zu transportierenden Mengen zeichnet sich die Pipeline im Vergleich zu Straße, Schiene und Wasser als am besten geeignetes Transportmittel ab.
Im Mittelpunkt der CCS-Technologie steht die unterirdische Speicherung von CO2 in tiefen geologischen Gesteinsformationen. Dort kann es sicher unter gasundurchlässigen Salz- und Tonschichten gelagert werden. Saline Aquifere und ausgeschöpfte Gas- und Ölvorkommen sind besonders geeignet für die unterirdische Speicherung von Kohlendioxid.
Sehen Sie hier den Vortrag "Fuelling the Future: Electricity with Carbon Capture and geological storage" von Stuart Haszeldine, Professor an der Universität von Edinburgh.
Folgen Sie in diesem Animationsfilm des US - amerikanischen Energieministeriums einem CO2 - Molekül auf seinem Weg bei der Speicherung in salinen Aquiferstrukturen.
Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat neue Zahlen zur CO2-Speicherkapazität in Deutschland vorgelegt.
In unserem FAQ-Flyer haben wir für Sie häufig gestellte Fragen zu den Themen Klimawandel und CO2-Speicherung beantwortet.
In unseren kurzen Animationsfilmen informieren wir Sie über die natürlichen
Eigenschaften von CO2, die Bedeutung der gestiegenen CO2-Emissionen für unser Klima und wie CCS helfen kann, die CO2-Emissionen zu reduzieren.
Die globale Energieversorgung wird auch in den nächsten Jahrzehnten maßgeblich auf der Nutzung fossiler Energieträger basieren. Das geht aus dem diesjährigen „World Energy Outlook“ hervor, der am Freitag in Berlin vorgestellt wurde.
Das Global CCS Institute hat seinen diesjährigen Bericht "The Global Status of CCS: 2011" herausgegeben. In dem jährlich erscheinenden Bericht des internationalen australischen Instituts werden die weltweiten Entwicklungen von CCS-Demonstrationsprojekten dargestellt.
Die Zero Emissions Plattform (ZEP) - ein Zusammenschluss aus Unternehmen, wissenschaftlichen Institutionen und NGOs hat die Studie "The Costs of CO2 Capture, Transport and Storage" publiziert. In dieser wird deutlich: Wird das CCS-Demonstrationsprogramm der Europäischen Union weiter vorangetrieben, so die Studie, dann ist davon auszugehen, dass CCS im Vergleich zu anderen Technologien CO2-armer Stromerzeugung inklusive Windenergie, Solarkraft und Kernenergie wettbewerbsfähig seien wird.
Die Internationale Energieagentur (IEA) hat die zweite Ausgabe des "Carbon Capture and Storage Legal and Regulatory Review" ("CCS-Review") herausgegeben. Der halbjährlich erscheinende Bericht setzt sich unter anderem mit dem aktuellen Stand der Umsetzung der europäischen CCS-Richtlinie in nationales Recht auseinander. Durch die Darstellung der im Rahmen von CCS-Projekten gesammelten Erfahrungen sollen die an der Entwicklung der Klimaschutztechnologie beteiligten Staaten bei der Erstellung nationaler rechtlicher und regulatorischer Rahmenbedingungen profitieren.