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Empfang der ZEP in Kopenhagen: Pachauri und Hauge sprechen sich für CCS aus

 

Am Rande der Weltklimakonferenz in Kopenhagen hat die European Technology Platform for Zero Emission Fossil Fuel Power Plants (ZEP) am 13. 12. 2009 einen Empfang veranstaltet, auf dem neben dem Gründer und Vorsitzenden von BELLONA sowie Vize-Chairman von ZEP, Frederic Hauge, auch der Nobelpreisträger und Vorsitzende des UN-Weltklimarates IPCC, Dr. Rajendra K. Pachauri, vor einem interessierten Publikum über die Potenziale der Carbon Capture and Storage (CCS)-Technologie sprachen.

Die ZEP ist ein Zusammenschluss von Wissenschaftlern, Nichtregierungsorganisationen und europäischen Unternehmen, die CCS als Schlüsseltechnologie im Kampf gegen den Klimawandel etablieren wollen. Spätestens bis 2020 soll die Technologie zur Abscheidung und unterirdischen Speicherung von CO2 marktreif sein. Sowohl die Ergebnisse von ZEP als auch die der anderen europäischen Organisationen sollen der Kommission der Europäischen Union bei ihrem Entscheidungsprozess hinsichtlich der Implementierung von CCS helfen.

Der Vorsitzende des UN-Weltklimarates Dr. Rajendra K. Pachauri wies in seiner Rede darauf auf die unverzichtbare Bedeutung von CCS hin: „Wir können CCS einfach nicht mehr länger ignorieren. Wir brauchen eine Koalition zwischen Industrie, Regierungen und Öffentlichkeit.“ Diese Koalition sei unbedingt notwendig, da alle berechneten Klimaszenarien zeigten, dass die ambitionierten CO2-Einsparziele ohne die Entwicklung und den Einsatz von CCS nicht erreicht werden könnten. Laut Dr. Pachauri nimmt die CCS-Technologie dabei einen existenziellen Platz im Portfolio der Klimaschutzmaßnahmen ein. „Die Prognosen machen deutlich, dass Kohle weltweit auch weiterhin genutzt werden und der Verbrauch an diesem fossilen Energieträger steigen wird.“ Er appellierte daher an die Regierungen, CCS zu unterstützen.

ZEP-Vice-Chairman Frederic Hauge lobte die Arbeit des IPCC. „Diese hat uns klar gemacht, dass wir mit CCS eine schlagkräftige Waffe gegen die Erderwärmung und den globalen Klimawandel in den Händen halten.“ Und weiter: „Dies ist ein Grund, neben all den schlechten Nachrichten doch optimistisch zu sein.“ Besonders auch die Möglichkeit, durch die Kombination von CCS und Biomassekraftwerken „negative Emissionen“ zu erzielen, unterstrich Hauge als Chance für die globalen Klimaschutzbemühungen. Eines der Hauptaugenmerke lege die ZEP dabei auf die Aufklärung der Öffentlichkeit und die Verbreitung von Informationen über CCS, denn, so betonte Hauge, die CCS-Technologie sei in der Öffentlichkeit bislang nur sehr wenig bekannt.

Der Vorstandsvorsitzende Klaus von Trotha zeigte sich am Rande des ZEP-Empfangs in Kopenhagen optimistisch: „Es war eine Weltbegegnung, die dem Thema neuen Auftrieb und Aufmerksamkeit gegeben hat. Und so ist sich von Trotha sicher, „dass uns das auch in Deutschland helfen wird“.

 
Letzte Aktualisierung 18.03.2010 von mskendzic
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