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© mal,"newspaper", Quelle: www.photocase.de
Im Rahmen des 1. Clean Energy-Ministertreffens vom 19. bis 20. Juli 2010 in Washington haben Vertreter aus 24 Staaten mehrere Initiativen zur Förderung einer klimafreundlichen globalen Energieversorgung ins Leben gerufen. Mit Hilfe der internationalen Kooperation sollen unter Anderem die Entwicklung und Implementierung von Programmen für Energieeffizienz, Elektromobilität, erneuerbare Energien sowie Abscheidung und Speicherung von CO2 mit Hilfe der CCS-Technologie gefördert werden.
Steven Chu, Energieminister der USA, bewertete die Zusammenkunft zu diesen Themen als wichtigen Schritt in die richtige Richtung. „Diese Schritte“, so Chu, „werden das Wirtschaftswachstum fördern, Arbeitsplätze schaffen und die Treibhausgasemissionen senken“. Chu zeigte sich überzeugt, dass internationale Kooperationen mit Blick auf den weltweiten Klimaschutz effektiver als nationale Alleingänge seien.
Der diesjährigen interministeriellen Zusammenkunft in Washington war im letzten Jahr bereits das Major Economic Forum on Energy and Climate in Italien vorausgegangen. Dort hatten die Europäische Kommission und 16 weitere Staaten über Maßnahmen zur drastischen Reduzierung der Treibhausgasemissionen sowie die Verdopplung der Investitionen in Klimaschutztechnologien diskutiert, konnten sich aber abschließend auf keine entsprechende Verpflichtung einigen.
An dem diesjährigen Clean Energy-Ministertreffen in Washington nahmen Vertreter aus Australien, Belgien, Brasilien, Kanada, China, Dänemark, Deutschland, der Europäischen Kommission, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Korea, Mexiko, Norwegen, Russland, Südafrika, Spanien, Schweden, den USA sowie den Vereinigten Arabischen Emiraten teil. Die 24 teilnehmenden Staaten sind für 70 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich.
Insgesamt wurden elf Initiativen und Programme in den Bereichen „Global Energy Efficiency Challenge“, „Clean Energy Supply“ und „Clean Energy Access“ installiert. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht der den verschiedenen Bereichen zugeordneten Initiativen:
Global Energy Efficiency Challenge
Die „super-efficient equipment and appliance deployment initiative“ hat sich die Förderung von Endgeräten mit hoher Energieeffizienz zum Ziel gesetzt. Dabei sollen Anreizprogramme und Energieeffizienzstandards bei der Markteinführung und Verbreitung helfen. Im Rahmen der Initiative „Global Superior Energy Performance Partnership“, der neben Staaten auch Unternehmen und das Massachusetts Institute of Technology (MIT) angehören, sollen Technologien und Lösungen entwickelt werden, mit denen die Energiebilanz auf dem Gebäude- und Industriesektor deutlich verbessert werden kann. Aktuell entfallen circa 60 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs auf diese Bereiche.
Der Förderung intelligenter Netze, sogenannter „smart grids“, hat sich das „International Smart Grid Action Network“ verschrieben. Mit Hilfe von Städtepartnerschaften und dem Austausch von Erfahrungen soll im Rahmen der „The Electric Vehicles Initiative“ die Elektromobilität gefördert werden. Die Internationale Energieagentur (IEA) will zudem gemeinsam mit den USA und weiteren Staaten das „Clean Energy Solutions Center“ aufbauen, um die verschiedenen nationalen Maßnahmen und energiepolitischen Instrumente besser koordinieren zu können.
Clean Energy Supply
Die „Carbon Capture, Use and Storage Action Group“ soll einen Plan zur Implementierung einer weltweiten CCS-Infrastruktur bis 2020 erarbeitet werden. Ein entsprechendes Papier soll auf der Folgekonferenz in den Vereinigten Arabischen Emiraten im nächsten Jahr vorgestellt werden. Chris Huhne, Minister für Energie und Klima von Großbritannien und Ausrichter des übernächsten Treffens im Jahr 2012, zeigte sich mit Blick auf das Potenzial von CCS für den weltweiten Klimaschutz optimistisch. „CCS könnte mit einen Anteil von 20 Prozent an den bis 2050 notwendigen CO2-Reduktionsraten einen entscheidenden Beitrag bei der Bekämpfung des Klimawandels leisten. Jedes Jahr, das wir verlieren, erhöht den Anteil an alter Technologie, die wir aufgrund ihres hohen CO2-Ausstoßes eigentlich loswerden wollen.“ Deshalb brauche man bis 2020 weltweit 100 CCS-Projekte, so Huhne weiter
Die „Multilateral Solar and Wind Working Group”, die von Deutschland und Dänemark geleitet wird, plant die Erstellung einer Übersicht, auf der weltweit alle Wind- und Solarkapazitäten verzeichnet werden sollen. Außerdem, so Katherina Reiche, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), werde ein entsprechender Atlas bereits bestehende Daten integrieren. Brasilien, Frankreich, Mexiko und Norwegen führen die Initiative „Sustainable Development of Hydropower Initiative“ an, die die Entwicklung wirtschaftlicher Energiegewinnung aus Wasserkraft vorantreiben soll. Außerdem arbeitet Brasilien gemeinsam mit Italien und Schweden im Rahmen der „Multilateral Bioenergy Working Group“ an der Entwicklung von Technologien zur Energiegewinnung aus Biomasse.
Clean Energy Access
Mit dem „The Solar and LED Energy Access Program“ soll die Situation für die weltweit 1,6 Milliarden Menschen verbessert werden, die immer noch über keinen Zugang zu Elektrizität verfügen. Ziel ist die Verbreitung von erschwinglichen, sauberen und vom Elektrizitätsnetz unabhängigen Haushaltsgeräten. Zunächst sollen auf fossilen Brennstoffen basierende Lichtquellen gegen solar-betriebene LED-Leuchten ausgetauscht werden.
Die „Clean Energy Education and Empowerment (C-3E) Women`s Initiative“ soll Frauen im Rahmen ihrer Berufswahl bestärken, sich auf dem Gebiet der klimafreundlichen Energien zu engagieren.
Den Originalartikel aus der New York Times können Sie hier abrufen. Weiterführende Informationen über das „Clean Energy Ministerial“ finden Sie hier.