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© mal,"newspaper", Quelle: www.photocase.de
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) sowie das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) sprechen sich in ihrem gemeinsam vorgelegten Entwurf des Energiekonzeptes für die Erprobung der Carbon Capture and Storage (CCS)-Technologie aus. Mit Blick auf die von der Bundesregierung angestrebten CO2-Reduktionsziele von 80 Prozent bis zum Jahr 2050 sei die Abscheidung und Speicherung von CO2 sowohl für fossile Kraftwerke als auch im Rahmen energieintensiver Industrieprozesse von Bedeutung. Neben der Bedeutung für die deutsche Klimapolitik von CCS biete die Technik darüber hinaus zukunftsträchtige Exportchancen für die deutsche Wirtschaft.
Im Rahmen von Demonstrationsvorhaben, so der Entwurf, sollen zunächst Erfahrungen mit der CO2-Abscheidung und der anschließenden Speicherung in geologischen Gesteinsformationen gesammelt werden. Bis 2020 sollen zwei der zwölf EU-weit förderfähigen CCS-Demonstrationsvorhaben in Deutschland gebaut werden. Außerdem soll ein Speicherprojekt für industrielle CO2-Emissionen und Biomasse-CO2 errichtet werden.
Im Anschluss an die Demonstrationsphase ist mit Blick auf eine mögliche Ausgestaltung von CCS eine Evaluierung für das Jahr 2017 vorgesehen. Des Weiteren, so das Papier, wolle die Bundesregierung die Nutzung von CO2 als Rohstoff untersuchen und die entsprechenden Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen im nächsten Jahr anstoßen. Bis 2012 soll eine fundierte Analyse der Speicherpotenziale vorgelegt werden, auf der ein Speicherregister erarbeitet werden soll. Dies soll – auch mit Blick auf mögliche Nutzungskonkurrenzen – eine energiepolitische Gesamtplanung ermöglichen.
Auch die Notwendigkeit von Transparenz und Akzeptanz wird im Entwurf des Energiekonzeptes angesprochen. Der Umbau zu einer nachhaltigen Energieversorgung und die dafür erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen könnten nur dann gelingen, wenn die künftige Energiepolitik für die Bürgerinnen und Bürger nachvollziehbar sei. Dies sei gemeinsame Aufgabe von Wirtschaft und Politik. Aus diesem Grund plant die Bundesregierung die Implementierung eines Dialogforums „nachhaltige Energieversorgung“ im Internet, das sowohl aktuell verfügbare Daten und Fakten als auch Prognosen, Analysen und Bewertungen enthalten soll.
In Form eines offenen Dialoges sollen beispielsweise Chancen und Risiken neuer Technologien, Wege für eine umweltschonende Energieversorgung , Vorgehensweisen zum Ausbau der Strom- und Gasnetze, Strategien zum Ausbau der erneuerbaren Energien, Notwendigkeiten neuer Kraftwerke oder die Zusammensetzung des Energiemixes thematisiert werden.
Das Energiekonzept der Bundesregierung soll Ende September vorliegen.