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Kanada und die Provinz Alberta starten CO2-Pipelineprojekt
Die Provinz Alberta und die Regierung von Kanada investieren gemeinsam 525 Millionen Dollar in ein CO2-Pipelineprojekt. Auf einer Gesamtlänge von 240 Kilometern soll die „Alberta Carbon Trunk“-Pipeline zunächst mit einer Transportkapazität von 15.000 Tonnen CO2 pro Tag betrieben werden. Diese kann allerdings bei der Installation einer weiteren Pipeline bis auf 40.000 Tonnen pro Tag gesteigert werden. Damit bietet die „Alberta Carbon Trunk“-Pipeline eine Jahrestransportkapazität von 14 Millionen Tonnen CO2.
Alberta ist mit der Haupstadt Edmonton eine der westlichen Provinzen Kanadas und bildet den wirtschaftlichen Mittelpunkt der Region. Die geplante Pipeline soll das in den Industriezentren um Edmonton anfallende CO2 zu Speicherung in nahezu ausgeförderte Erdölfernder transportieren. Im Rahmen des so genannten „Enhanced Oil Recovery“-Verfahrens (EOR) kann durch das Einbringen von Kohlendioxid unter einem hohen Druck in das Ölfeld die Ölausbeute erhöht werden. Gleichzeitg werden durch die dauerhafte Speicherung des Kohlendioxids in den ehemaligen Erdölfeldern die CO2-Emissionen deutlich vermindert.
Kanada erprobt bereits seit 2000 das „Enhanced Oil Recovery“-Verfahren im Rahmen des „Weyburn-Midale Monitoring Project“. Die Verpressung von CO2 in Erdgasfelder wird unter dem Begriff „Enhanced Gas Recovery“ (EGR) zudem seit 2003 in Australien im Rahmen des „Otwa Basin Project“ erprobt.
Die 525 Millionen Dollar Investitionssumme der „Alberta Carbon Trunk“-Pipeline werden mit einem Anteil von 464 Millionen Dollar mehrheitlich von der Provinz Alberta finanziert. Die Regierung von Kanada übernimmt die verbleibenden 59 Millionen Dollar. Mit dem Bau der Pipeline soll im Jahr 2011 begonnen werden. Die Inbetriebnahme ist für 2012 geplant.
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