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© Quelle: RWE Power AG, CO2-Wäsche am Kohleinnovationszentrum in Niederaußem
Pre-Combustion bedeutet „Vor der Verbrennung“ Bereits vor der eigentlichen Verbrennung des Energieträgers im Kraftwerk wird das Kohlendioxid abgetrennt. Das geschieht, indem feingemahlener Kohlenstaub mit Sauerstoff und Wasserstoff eine Bindung eingeht, dem später Wasserdampf zugeführt wird. Von diesem Gemisch lässt sich CO2 anschließend unkompliziert abtrennen.
Bei der „Pre-Combustion“ wird der Brennstoff Kohle vor der Stromerzeugung vergast. Das geschieht, indem Druckreaktoren feingemahlenen Kohlenstaub aus Wasserstoff (H2) und Kohlenmonoxid (CO) zu einem Synthesegas verwandeln. Durch die Zugabe von Wasserdampf verwandelt sich das Kohlenmonoxid (CO) in Kohlendioxid (CO2), wobei weiterer Wasserstoff entsteht. Wasserstoff und CO2 lassen sich nun einfach voneinander trennen. Dieses Verfahren heißt IGCC (Integrated Gasification Combined Cycle). Mit dem Wasserstoff kann im weiteren Verlauf über Gas- und Dampfturbinen Energie erzeugt werden. Das Kohlendioxid wird verdichtet und zur Speicherung auf die Reise zum Speicherort geschickt.
Mit Hilfe der „Pre-Combustion“-Methode kann nicht nur Kohlendioxid eingefangen, sondern auch ein wertvolles Nebenprodukt erzeugt werden: Wasserstoff. Dieses Gas kommt in der Natur nicht vor, spielt aber in vielen Prozessen eine entscheidende Rolle. Momentan wird es beim Schweißen oder der Verhüttung von Erzen eingesetzt, an weiteren Verwendungen, wie dem Betreiben von Fahrzeugen, wird gearbeitet. Wasserstoff ist ein klimaneutraler Energieträger. Bei seiner Verbrennung entstehen keinerlei schädliche Abgase. Dieser Vorteil wird jedoch durch die energieaufwendige Herstellung zunichte gemacht. Das „Pre-Combustion“-Verfahren könnte ein Mittel sein, um Wasserstoff künftig in großen Mengen zur Verfügung zu stellen.