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© IZ Klima e.V.
Saline Aquifere sind salzwasserführende Gesteinsformationen in Tiefen ab 800 Meter und die vielversprechendste Möglichkeit, Kohlendioxid zu speichern. Das Gas bindet sich über die Jahre immer stärker an das Gestein, bis es sich nicht mehr frei bewegen kann. Weltweit und auch in Deutschland gibt es genügend saline Aquifere, um die ehrgeizigen Klimaziele in diesem Jahrhundert zu erreichen.
Saline Aquifere sind poröse, salzwasserführende Gesteinsschichten, die in Tiefen ab ca. 800 Meter vorkommen. Aufgrund ihrer porigen Struktur können saline Aquifere Kohlendioxid ähnlich wie ein Schwamm aufsaugen und speichern. Oberhalb der aufnehmenden Gesteinshorizonte (v.a. Sandstein) müssen sich gasundurchlässige Schichten wie beispielsweise Tonsteine befinden, die den Speicher sicher abdecken. Das CO2 bindet sich in unterschiedlicher Form im Gestein – der mehrstufige Speichermechanismus.
Der Speicher- oder auch Trapping-Mechanismus wird in vier Stufen der CO2-Bindung unterschieden. In der Phase der „freien Bindung“ bewegt sich das Kohlendioxid in der Gesteinsschicht frei. Bereits nach wenigen Jahren sind nur noch 20 Prozent dieser Moleküle bewegungsfähig. Parallel dazu löst sich ein großer Teil der CO2-Moleküle im salzhaltigen Wasser auf. Diese Lösung wird vom Gestein wie von einem Schwamm gehalten und setzt sich in den Poren fest (kapillarer Prozess). Über lange Zeiträume mineralisiert sich die CO2-Lösung und setzt sich als feste Ablagerung im Gestein ab.