Weitere Speicheroptionen

Kohlebergwerk

© belknap "Coal Mining", ww.istockphoto.com

 

Neben salinen Aquiferen und ausgeförderten Erdöl- und Erdgasfeldern existieren viele weitere theoretische Möglichkeiten für die unterirdische Speicherung von Kohlendioxid. Aus verschiedenen Gründen, wie geringe Kapazität oder die Gefahr der Gasdurchlässigkeit, kommen diese Möglichkeiten für die praktische Nutzung nicht in Frage.

 

Carbon Capture and Storage (CCS)

 

Carbon Capture and Storage (CCS)

 

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Salzkavernen

 
 
 

Salzkavernen sind Hohlräume, die durch den Abbau von Kalisalz entstanden sind. Diese Hohlräume sind von gasundurchlässigen Steinsalzen umgeben. Bereits heute werden alte Kalibergwerke als Erdgasspeicher genutzt. Deshalb sind sie prinzipiell auch für die Speicherung von Kohlendioxid geeignet. Zurzeit existieren aber nur zwei ungenutzte Kalibergwerke in Deutschland, so dass sie aufgrund der geringen Kapazität als Speicherstätten nicht in Betracht kommen. Zudem sollten diese Kavernen besser für die Druckluftspeicherung von überschüssiger Windenergie aus Starkwindzeiten genutzt werden.

 

Ungenutzte Kohlevorkommen

Ungenutzte Kohlevorkommen, die nicht mehr abgebaut werden und in einer Tiefe von mindestens 1.500 Meter liegen, sind als CO2-Speicher theoretisch geeignet. Das Kohlendioxid würde sich dort an der Oberfläche der einzelnen Kohleflöze anlagern und Methangas freisetzen. Als interessantes Nebenprodukt könnte das Methangas für die Energiegewinnung genutzt werden. Weltweit wird das Speichervolumen von nicht erschließbaren Kohleflözen grob auf die Spanne von 3 bis 200 Milliarden Tonnen CO2 geschätzt. In Deutschland liegen die Kapazitäten nur ungefähr bei 0,4 bis 1,7 Milliarden Tonnen. Das Problem bei dieser Art der Speicherung ist, dass die Flöze aufgrund der CO2-Einspeisung aufquellen und so durchlässiger für Kohlendioxid werden. Daher könnten nur geringe Mengen Kohlendioxid gespeichert werden. Deshalb sind ungenutzte Kohlevorkommen letztlich keine Option für die Lagerung großer Speichermengen.

 

Stillgelegte Kohleschächte

Auch stillgelegte Kohleschächte kommen theoretisch als Speicherorte in Betracht. Da das umgebende Gestein jedoch auch durchlässig sein kann, wie beispielsweise der Austritt von Grubengas beweist, sind die Schächte für eine dauerhafte Speicherung von Kohlendioxid nicht geeignet.

 

Meeresboden

Auch am Meeresboden ist eine Speicherung von Kohlendioxid theoretisch möglich. In etwa 3.000 Metern Tiefe herrschen Druckverhältnisse, die die Dichte des CO2 so erhöhen, dass es sich am Meeresboden absetzt. Jedoch sind die Folgen für das Ökosystem bei dieser Art der Speicherung nicht absehbar. Daher wird das Verfahren im London-Protokoll zum Schutz der Meere und in der Konvention zum Schutz des Nordatlantik ausgeschlossen.

 
Letzte Aktualisierung 05.10.2009 von vliebrenz
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