Was ist CO2?
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© IZ Klima e.V.
Transportmittel wie LKW, Bahn oder Schiff eignen sich nur in sehr begrenztem Maße zur Beförderung von Kohlendioxid. Den kontinuierlichen Transport von großen Mengen CO2 können sie kaum alleine stemmen. Diese Transportmöglichkeiten sind abhängig von äußeren Bedingungen und sie gefährden zum Teil die Klimabilanz, die durch den Einsatz der CCS-Technologie verbessert werden soll.
Der Transport von Kohlendioxid per LKW ist nur in geringen Mengen möglich, denn dieses Transportmedium stößt im alltäglichen Kraftwerksbetrieb schnell an seine Grenzen. Wenn man davon ausgeht, dass pro Jahr für ein mittleres Kraftwerk etwa fünf Millionen Tonnen CO2 transportiert werden müssen und eine LKW-Ladung 20 Tonnen fasst, müsste ein LKW pro Jahr 250.000-mal die Strecke vom Kraftwerk zum Speicherort zurücklegen. Dieser Transportaufwand ist einerseits unwirtschaftlich und andererseits wegen der CO2-Emissionen klimapolitisch kontraproduktiv.
Mit der Bahn können im Vergleich zum LKW größere Mengen an Kohlendioxid transportiert werden. Das CO2-Fassungsvermögen eines Zuges beträgt bis zu 1.000 Tonnen. Geht man davon aus, dass an einer Quelle fünf Millionen Tonnen CO2 pro Jahr anfallen, müssten etwa 14 Züge am Tag zwischen Kraftwerk und Speicherstätte pendeln. Diese Belastung ist für das deutsche Schienennetz keine realistische Option.
Der Transport von Kohlendioxid im kleineren Umfang ist mit dem Schiff grundsätzlich möglich, wie die bereits zu Wasser praktizierte Beförderung von Flüssigerdgas (LNG) zeigt. Für große CO2-Mengen, wie sie bei Kraftwerken anfallen, müssten spezielle Schiffstypen und ergänzende Transportsysteme wie Zwischenspeicher sowie Belade- und Entladeterminals konzipiert werden. Während des Schiffstransports muss das Kohlendioxid seine flüssige Form beibehalten, daher ist ein zusätzlicher Energieaufwand nötig. Insgesamt ist das Schiff als CO2-Transportmittel nur begrenzt einsatzfähig.