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14.07.2010 - Ein dringend benötigtes Gesetz, um die Klimaschutztechnologie CCS voran zu treiben
IZ Klima-Vorstandsvorsitzender Klaus von Trotha: „Die endlich erfolgte Einigung der zuständigen Ressorts auf einen gemeinsamen Gesetzentwurf lässt hoffen, dass die Umsetzung der europäi-schen CCS-Richtlinie noch bis Ende des Jahres gelingen und damit die dringend benötigte Rechts- und Investitionssicherheit für eine erfolgreiche Demonstration der CCS-Technologie in Deutschland geschaffen wird.“
Der Vorstandsvorsitzende des IZ Klima e.V., Klaus von Trotha, hat die Einigung des Bundesministers für Wirtschaft und Technologie, Rainer Brüderle (FDP), und des Bundesministers für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Dr. Norbert Röttgen (CDU), auf einen gemeinsamen Entwurf für ein deutsches CCS-Gesetz begrüßt: „Wir brauchen dringend einen tragfähigen rechtlichen Rahmen, um das erhebliche Klimaschutzpotential dieser innovativen Technologie zur Abscheidung und Speicherung von CO2-Emissionen aus Industrieanlagen und Kraftwerken in Deutschland weiter zu entwickeln und zu erproben. Wenn wir das von Politik und Wissenschaft postulierte Klimaschutzziel einer Senkung der CO2-Emissionen bis 2050 um bis zu 85 Prozent wirklich erreichen wollen, werden wir auch in Deutschland nicht auf CCS verzichten können. Die CCS-Technologie ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Klimaschutzmaßnahmen, die global und national ergriffen werden müssen. Deutschland ist in der Entwicklung der Technologie derzeit noch führend, jetzt kommt es aber darauf an, zu demonstrieren, dass die Prozesskette aus CO2-Abscheidung, Transport und Speicherung sicher und zuverlässig funktioniert. Dann können wir CCS für unsere Wirtschaft nutzen, aber auch erfolgreich exportieren“, sagte von Trotha.
„Für die großtechnische Demonstration und weitere Erprobung der Abscheidung und geologischen Speicherung von CO2 in Brandenburg braucht es dringend ein nationales CCS-Gesetz, das neben der notwendigen rechtlichen Sicherheit für Investitionen und den Erhalt von Fördermitteln aus dem Europäischen Energiekonjunkturprogramm (EEPR) auch klare Anforderungen an die Sicherheit und die Überwachung der Anlagen enthält. Dies würde wiederum die gesellschaftliche Akzeptanz für die Technologie erheblich verbessern“, so von Trotha weiter.
Der Vorstandsvorsitzende des IZ Klima e.V. wies zudem auf die breiten Anwendungsmöglichkeiten der Technologie hin. Neben der Abscheidung und geologischen Speicherung von CO2-Emissionen aus Kraftwerken können zukünftig auch große Industrieanlagen aus der Stahl-, Zement- oder Aluminiumherstellung mit der CCS-Technologie ausgestattet werden, die allein in Deutschland jährlich rund 80 Millionen Tonnen CO2 ausstoßen. „Für die langfristige Erhaltung des Industriestandortes Deutschland ist die Entwicklung von CCS daher von größter Bedeutung. Wir sollten keine weitere Zeit verlieren, damit wir die sichere und dauerhafte Speicherung des Treibhausgases alsbald erfolgreich einsetzen können.“
Über das IZ Klima:
Das IZ Klima - Informationszentrum klimafreundliches Kohlekraftwerk e.V. engagiert sich für die Verbreitung von Informationen über die Chancen und Potenziale der CCS-Technologie. CCS steht für „Carbon Capture and Storage“, also die Abscheidung und sichere Speicherung des in Kraftwerks- und Industrieprozessen anfallenden CO2. Als Ansprechpartner für die interessierte Öffentlichkeit, Medien und Fachpublikum bemüht sich der gemeinnützige Verein mit Sitz in Berlin um die Etablierung eines sachgerechten und konstruktiven Dialogs über die Notwendigkeit einer klimafreundlichen Nutzung fossiler Energieträger. Das IZ Klima ist eine gemeinsame Kommunikationsplattform, der gegenwärtig die Unternehmen Alstom Deutschland, Babcock Borsig Services, DB Energie, EnBW, E.ON, GKM, Hitachi Power Europe, RWE Power, Siemens Energy Sector, ThyssenKrupp Steel und Vattenfall Europe angehören. Mehr Informationen unter www.iz-klima.de.
Kontakt:
Michael Donnermeyer
Geschäftsführer IZ Klima e.V.
Tel. 030. 20 61 37 890
Fax. 030. 20 61 37 899
info@iz-klima.de